Lärmaktionsplan der VerwG Nürtingen

Krankmachender Lärm

08.06.2014 09:25 Straßenlärm 24h Stuttgarterstr

Als Anlieger der Stuttgarter Straße in Oberensingen ist festzustellen, dass vor allem der LKW-Verkehr in den letzten Jahren immens zugenommen hat. Seit Einführung der LKW-Maut im Jahre 2006 ist der Lärm kaum mehr auszuhalten, da die L1205 unter anderem als Transitstrecke für Mautflüchtlinge rund um die Uhr missbraucht wird. Eine ebenfalls enorm erhöhte Lärmquelle entsteht durch die Bushaltestellen „Café Stoll“. Das zum Teil extrem starke Abbremsen der Busse durch deren Motorbremse ist sehr lärmintensiv. Beim Abbremsvorgang vibrieren die Abdeckungen der Heizkörper im Haus. Der Busverkehr läuft ab ca. 04.30 Uhr bis ca. 00.30 Uhr. Es wäre lauftechnisch wohl kein Problem, die Haltstelle „Café Stoll“ in Richtung Nürtingen auf Höhe des „Subway“ zu verlegen. Für Schüler, welche die Realschule besuchen, verkürzt sich der Weg. Ebenso erreichen Freibadbesucher ihr Ziel noch schneller. Zudem wird die Stuttgarter Straße hauptsächlich bei Nacht als Rennstrecke benutzt, ohne auf Zebrastreifen o.ä. zu achten und Autofahrer, die mit regelkonformen 50 km/h unterwegs sind, werden überholt. Mein Fazit des Ganzen: Tempo 30 und LKW-Fahrverbot. Eine Umfahrung Oberensingens ist geografisch gesehen vorhanden, nämlich die A8 sowie die B27! Mobile sowie stationäre Geschwindigkeitsüberwachungen (auch nachts). Letztendlich werden eine Verkehrsentlastung und eine deutliche Lärmreduzierung nur durch eine Ortsumfahrung von Oberensingen, in welcher Form auch immer möglich! 


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Kommentare zum Beitrag

ist eine inhaltliche Ergänzung

Stuttgarter Straße Oberensingen

09.06.2014 13:41 ermano ist eine inhaltliche Ergänzung

Der erste Beitrag wird von mir voll unterstützt. Die von diesem Teilnehmer vorgeschlagenen Maßnahmen (Sperrung für LKW, Tempobegrenzung 30 km/h, Umleitungen über BAB und Bundesstraßen) halte ich ebenfalls für unumgänglich, da derzeit den Anwohnern an der Stuttgarter Straße um die Uhr ein gesundheitlich äußerst bedenklicher Lärmpegel  zugemutet wird.

Dies betrifft den gesamten Straßenverlauf vom Tankstellendreieck bis Ortsende.

Diese Maßnahmen sind jedoch nur wirkungsvoll durch eine begleitende regelmäßige Verkehrsüberwachung. Ich habe Herrn OB Heirich Anfang 2014  in dieser Sache angesprochen. Er gab an, daß nach Ausbau der Stuttgarter Straße im Sommer 2014 eine stationäres automatisches Überwachungsgerät am Ortseingang installiert werden wird (ähnlich dem schwarz-weißen Überwachungsgerät an der B313), eingestellt auf 30 km/h. Damit wird ein ester Teilschritt zur Lärmberuhigung  erreicht.

Erfahrungsgemäß ist davon auszugehen, daß die Kosten dieses Gerätes zügig amortisiert sein werden.

 

Korrektur zur Aussage des OB

09.06.2014 14:32 ermano

Korrektur: Die obengenannte Aussage des OB erfolgte nicht Anfang 2014, sondern am 21.06.2012 in der OB-Sprechstunde, vor Beginn der Sanierungsmaßnahmen Stuttgarter Straße, welcher wegen Problemen mit Stützmauern in das Jahr 2014 verschoben wurde.

 

Antwort der Verwaltung

Tempo 30 in der Stuttgarter Straße

12.06.2014 09:41 VerwGNuertingen Antwort der Verwaltung

Anfang diesen Jahres wurde ein entsprechender Antrag der SPD-Fraktion (Tempo 30 in der Stuttgarter Straße) im Bauausschuss beraten. Nach kontroverser Diskussion wurde der Antrag in den Bürgerausschuss Oberensingen, zur dortigen Beratung, verwiesen. Seitdem ist keine Rückmeldung mehr gekommen. Sofern der Wunsch nach Tempo 30 besteht, müssen zunächst wieder die Lärmimmissionsschutz-Prognosegutachten durch ein geeignetes Ingenieurbüro durchgeführt werden. Hierfür muss zunächst das Tiefbauamt Haushaltsmittel im Gremium beantragen. Aufgrund dieser Gutachten wird dann das Regierungspräsidium Stuttgart prüfen, ob aufgrund der vorliegenden Werte sowie Anzahl und Höhe der Überschreitungen die Zustimmung zur Einführung von Tempo 30 gegeben werden kann. Im Anschluss dazu müssen Haushaltsmittel für evtl. Blitzsäulen beantragen werden. Die bereits genehmigten Mittel sind für die Säulen in Reudern und Neckarhausen vorgesehen. Es ist anzumerken, dass nicht an jeder Stelle geblitzt werden kann. Die Örtlichkeit muss sich topographisch eignen, sonst sind die Bilder nicht verwertbar.